AZADI – Mode durch Mädchenpower – Freiheit statt Kinderhandel

Azadi ist ein Zusammenschluss von Partnern denen es wichtig ist, dass Mode nicht nur gut aussehen soll sondern auch mit gutem Gewissen gekauft werden kann.  Die Kollektion wird in Delhi /Indien von jungen Frauen produziert, die als Opfer von Zwangsprostitution in Schneiderei ausgebildet wurden. Im ersten Jahr – 2016 – konnten 7 junge Frauen und ein Meisterschneider in Vollzeit beschäftigt werden. Der Vertrieb wird vom Gemeinwohlunternehmen FARCAP gGmbH / Fürth abgewickelt. Nach der ersten Auslieferung kamen als weiterer Kooperationspartner die Modeschulen Nürnberg hinzu, die die Arbeit an azadi seit Herbst 2016 regelmäßig in ihren Lehrplan aufgenommen haben. Somit werden zukünftige Entscheidungsträger/innen in der Modebranche schon in der Ausbildung sensibilisiert für faire Handelswege in der Textilbranche.  Dies bedeutet, dass sie von der Idee über Fragen, wie diese Idee auch praktisch umgesetzt werden kann bis zur Fertigstellung (incl. Schnitterstellung und Nähen eines Prototyps) beteiligt sind. Hierbei fließen die Aspekte der Nachhaltigkeit ganz selbstverständlich mit ein. Regelmäßig gehen Volontär/innen nach Delhi in die Schneiderwerkstatt; dieser Austausch ist fruchtbar für beide Seiten! Als weiterer Projektpartner kam schließlich die Modeschule NIFT-TEA in Tirupur, Südindien hinzu.  Hier beteiligen sich junge Inder/innen am Projekt, indem auch sie Designs und Ideen für künftige Kleidungsstücke einfließen lassen. Ein Austausch beider Modeschulen hat begonnen und somit gewinnen die Studenten/innen zweier Kontinente Verständnis für die Bedürfnisse und Probleme der jeweilig anderen Länder. Als sechster Partner im Bund unterstützt die Firma „Gokul Knitwear“ uns logistisch mit der Stoffbeschaffung nach GOTS Kriterien.


Azadi – an innovative fashion line initiated by survivors of trafficking

Azadi is a cooperation of partners, for whom it is important that fashion does not only have a good-looking appearance, but also can be bought with good conscience. The collection is produced in Delhi/India by survivors of trafficking who have been instructed in tailoring. In the first year – 2016 – we were able to provide work for seven young women and one master-tailor. The distribution is in the hand of FARCAP /Fürth/Germany, a social enterprise and fair-trade-fashion store. In autumn of 2016 the third partner joined our network:  the fashion school in neighbouring Nürnberg which has introduced „azadi“ into their yearly curriculum. The students develop new styles every year and are able to follow the necessary procedures from first idea to pattern making, development and creation of prototypes until the sale. We are happy that with this initiative we are able to sensitize future decision-takers in fashion industry for fair working conditions in the whole chain of textile industry right from the beginning of their education. Volunteers from fashion school regularily help and work in the tailoring unit in Delhi – exchange with girls of same age is fruitful for both sides! Other partner is the fashion school NIFT-TEA in Tirupur, Tamil Nadu. Here, same procedure happens with students taking part in design challenges in knitwear for the benefit of azadi. In the meantime an exchange between the two fashion schools has begun and partners of two different continents interact and gain understanding for issues of the other side oft he world. Last not least partner  is  „Gokul knitwear“ from Tirupur who supports us with logistic access to GOTS-certified cloth.


Verleihung des Neumarkter Nachhaltigkeitspreises an FARCAP gGmbH

Seit 2002 wird der Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu verliehen. Heuer erhielt FARCAP gGmbH diesen in der Kategorie „Innovation“ für das Projekt „azadi“.

„azadi“ – ein Modelabel für Menschen, denen es wichtig ist, dass ihre Kleidung nicht nur gut aussieht sondern unter fairen und ökologischen Bedingungen hergestellt worden ist.

Die Begründung der Jury lautet:
„Die gemeinnützige gGmbH FARCAP in Fürth unterstützt seit 2015 die indische NGO STOP gegen Menschenhandel durch den Vertrieb und Verkauf von fair-ökologischer Kleidung unter dem Markennamen „azadi“. Die eingehenden Gewinne aus dem Verkauf der Textilien werden in Projekte zur Völkerverständigung sowie der Entwicklungshilfe reinvestiert. Durch die Zusammenarbeit mit der Modeschule Nürnberg werden junge Modedesigner*innen für die entwicklungspolitischen und menschenrechtlichen Zusammenhänge in der Textilindustrie sensibilisiert.“ mehr

 


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