Fashion meets Art

Wir blicken dankbar auf nunmehr fünf Jahre azadi zurück! Für uns sind die Corona-Einschränkungen und ihre Auswirkungen eigentlich nur eine von vielen anderen zuvor gemeisterten Hürden.  Diese alle hätten wir nicht ohne SIE, den vielen Menschen und Initiativen die uns unterstützen, so gut überstanden. Einige von Ihnen haben wir in diesem Jahr persönlich kennengelernt – diese Kontakte sind uns wichtig und planen wir auch in Zukunft auszubauen.
Was passiert momentan in unserem Netzwerk?

  • Die Modeschulen B5 in Nürnberg arbeiten an den Modellen für 2022. Wir hatten bereits die erste Schlupfprobe. Schnitte werden angepasst – und dann geht es in die Endrunde!
  • Der Modeschule NIFT-TEA in Tirupur, Südindien übergaben wir in einer Zoom Konferenz Ende Oktober unsere Arbeitsaufträge, so dass das jährliche „azadi Challenge 2022“ (Ideenwettbewerb für Schüler/innen) stattfinden kann. Bis Dezember werden uns vermutlich 80 Entwürfe zugesandt, unter denen wir passende Modelle für die Gesamtkollektion auswählen.
  • In der Werkstatt Thousand Dreams in Delhi wurde inzwischen die Produktion für die Kollektion 2021 begonnen. Wir sind froh und dankbar, dass unser Team, obwohl einige im Hochrisikogebiet Tughlakabad wohnen, bisher von einer Infektion mit Corona verschont blieben.  Die zwei Meisterschneider Sikander und Asraf waren in ihrer Community mit bei den ersten, die sich unter der Organisation von STOP um die staatliche Lebensmittelversorgung und – verteilung kümmerten. Da wo sie wohnen – sind die meisten Nachbarn durch die Pandemie arbeitslos geworden!   
  • Bei Gokul Knittfab in Tirupur, Südindien werden für 2021 die Gopikas, Radhas, Ankas und Shannus genäht. Auch hier gab es glücklicherweise keinen Krankheitsausbruch. Die Artikel werden in Kürze verschifft und erreichen uns vermutlich noch in diesem Jahr!
  • In Fürth werden in den nächsten Wochen einige Köpfe rauchen, um eine schöne Kollektion für 2022 zusammen zu stellen! Da wir unsere Projektpartner in Indien heuer nicht besuchen können muss viel online besprochen, GEklärt und ERklärt werden. Gut, dass wir uns alle schon so „lange“ kennen! Wir spüren mehr als zuvor das gegenseitige Vertrauen ineinander und Verständnis füreinander! „Nebenbei“ läuft unsere Verkaufsaktion von Mund-Nasenschutz weiter. Mit über 6000 Euro konnten wir bereits vielen Familien in den Armenvierteln von Delhi mit zusätzlichen Lebensmittelpaketen helfen.

AZADI bedeutet „Freiheit“ – unsere Geschichte und unser Netzwerk

„azadi“ steht für mehr als nur eine weitere ökofaire Modemarke – wir sind eine „Multi-Stakeholder-Initiative“, verbinden junge Menschen aus verschiedenen Kulturen miteinander und unterstützen Graswurzelinitiativen in Ländern des sog. „Globalen Süden“.
Die erste Kollektion entstand 2016 in Delhi /Indien und wurde von jungen Frauen produziert, die als Opfer von Zwangsprostitution von der indischen Organisation STOP (Stop Trafficking and Oppression of Children and Women)   in Schneiderei ausgebildet wurden. Deshalb haben wir unser Modellabel auch „azadi“ genannt, denn das bedeutet auf Hindi „Freiheit“.
Nach der ersten Kollektion kamen als weitere Kooperationspartner die Modeschulen Nürnberg und die NIFT-TEA aus Tirupur, Südindien hinzu, die die Arbeit an azadi seitdem regelmäßig in ihren Lehrplan aufgenommen haben. Die Schulen stehen im Austausch miteinander; es gab gegenseitige Besuche von Lehrkräften und Studierenden. Somit werden zukünftige Entscheidungsträger/innen in der Modebranche schon in der Ausbildung sensibilisiert für faire Handelswege in der Textilbranche.

Der Bildungsaspekt von azadi ist uns wichtig, denn: die jetzigen Studierenden sind es, die einmal entscheiden werden WIE die Kleidung, die wir tragen, hergestellt ist!


Azadi – an innovative fashion line initiated by survivors of trafficking

Azadi is a cooperation of partners, for whom it is important that fashion does not only have a good-looking appearance, but also can be bought with good conscience. The clothes are produced in Delhi/India by survivors of trafficking who have been instructed in tailoring by the Indian NGO STOP (Stop Trafficking and Oppression of Children and Women). That is why we called our label „azadi“ – which means „freedom“ in Hindi language. The cloth is GOTS-certified. Other partners in our network are the fashion school of Nürnberg and the NIFT-TEA college in Tirupur who both are responsible for the yearly new designs and styles.


Wir sind preiswürdig…

Der Vertrieb und die Koordinierung der verschiedenen Partner wird vom Gemeinwohlunternehmen FARCAP gGmbH / Fürth übernommen. Für diese Entwicklungs-Zusammenarbeit mit jungen Menschen erhielt FARCAP 2016 den 2. Platz des „Bayerischen Eine-Welt“ Preises sowie 2017 den „Neumarkter Nachhaltigkeitspreis“ und den „Netzwerk 21“ Preis in der Kategorie „Internationale Partnerschaften“. Im Jahr 2019 kam der Preis vom Netzwerk „RENN Süd“ hinzu für die Kategorie „Nachhaltiger Konsum“.

Diese Anerkennungen spornen uns in unserer Arbeit an!!

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