Azadi Archiv.


Presse

Neumarkter Lammbräu Nachhaltigskeitspreis 2017

Preisverleihung ideenfutter

http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/faire-mode- erdacht-in-nurnberg-1.4671773?searched=true

http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/ mode-die-frauen-die-freiheit-bringt-1.4374994?searched=true


Besuch beim shooting
Elena (15 Jahre) hat einen Blick „hinter die Kulissen“ geworfen
Hier können Sie nachlesen wie sie das shooting erlebt hat mehr

 


 

Azadi – aktuelle Neuigkeiten?

Sie erinnern sich ? „Wenn aus einem Traum von Seide und Baumwolle…“

Seit der letzten Messe, bei der wir das neue Label
„azadi – Mode für Freiheit“ präsentierten, sind nur drei Monate vergangen – und doch hat sich viel ereignet!

Wir haben Bestellungen für über 1200 Einzelteile erhalten – und sind ob der Resonanz auf unser Projekt zum einen hoch erfreut, zugleich fühlen wir uns umso mehr verpflichtet, die in uns gelegten Erwartungen zu erfüllen.

Im November besuchten wir unsere kleine Produktionseinheit in Chattarpur, einem Stadtteil von Neu Delhi. In dem halben Jahr seit unserem letzten Besuch hat sich der Rohbau, den STOP eigens für azadi begonnen hat, zu hellen und freundlichen Räumen gemausert, in denen es  sich bestimmt angenehm arbeiten lässt. Mehrere Industriemaschinen wurden angeschafft – zudem Arbeitsmöbel für Zuschnitt, Lagerung und Verpackung der Stoffe und der fertigen Kollektion.

„Unser“ Team – das sind Preeti, die für Organisation der Arbeitsabläufe, Koordinierung der Bestellungen und letztendlich auch für die Vermarktung zuständig ist; als Schneiderinnen sind da die energiegeladene und stets gut gelaunte Tannu, die eher zurückhaltenden jungen Frauen Monnu, indu und Yunu, dann natürlich Rama – die Säule unserer Nähabteilung –  und der professionelle Schneider „Master- Ji“, der in einem Slum in Delhi wohnt und mit „azadi“ endlich wieder seine Familie selbständig ernähren kann.

Ergänzt wird das Team durch Pryanka, einer professionellen Modeschneiderin, die nun auf Honorarbasis für azadi arbeitet. Mit einem kleinen Baby zu Hause kam ihr das Angebot, hier in Teilzeit zu arbeiten, gerade recht. Sie bezeichnet sich selbst als „Workaholic“ – solche starken Frauen brauchen wir!! – und bereichert das Projekt, indem sie ihr Wissen einfühlsam den jungen Frauen nahe bringt.

Nun kennen wir alle, die hier beteiligt sind in ihrer Individualität und ihren Eigenheiten und es macht viel Freude, die Entwicklung – trotz so mancher Hürden – zu verfolgen. Wichtig war uns bei unserem Besuch, die hohen Qualitätsanforderungen zu vermitteln – und so manche Details zu besprechen, die sich viel besser von Frau zu Frau als über E-mails klären lassen.

Trotzdem beschlich uns des Öfteren ein schlechtes Gewissen – angesichts des Aufwandes, den diese kleine NGO betreibt, um durch azadi auf eigenen Beinen zu stehen. „Wir stellen euch vor ganz schön große Herausforderungen“ – meinten wir deshalb eines Abends angesichts aller Neuerungen:  dem Umbau im STOP-Office, den Neuanschaffungen, die neuen Betriebsstrukturen und das Herantasten an ein völlig neues Terrain – dem Aufbau eines „Business“ .  „Ach, wisst ihr“ bekamen wir zur Antwort „DAS ist keine wirkliche Herausforderung für uns – wir sind da andere Dimensionen gewöhnt. Die weitaus größeren Aufgaben liegen im Kampf gegen Kinderhandel und Zwangsprostitution. Das wird noch viele Jahre dauern, bis wir DIESES Feld gewinnen.“

Wir danken allen, die uns unterstützen